sun tze

Judith Klemenc stellt ihre kopflosen Tonkörper zwischen zwei Schotterhalden, durch den Fels begrenzt. Einige dieser Gebilde sind mit Codes versehen, mit Teer in den Ton eingebrannt. Ohne Sprache, stigmatisiert, erinnern sie die Künstlerin an KZ-Häftlinge, die entpersonifiziert, nur durch Nummern unterschieden wurden. „Sun Tze“, so der Titel, sind weibliche Körper, denen der Kopf abgehakt wurde und, so die Künstlerin, auf die Lebensrealität auf vieler Frauen verweisen sollen. Gefangen und zugeschnürt ist kein Entrinnen möglich.

Christoph Bertsch