die guten | 24. 4. 2020

Wie ein Schaf gehorchen die „Guten“ den österreichischen Lockdown-Maßnahmen, die teils weder medizinisch, noch juridisch vertretbar sind. Mit der Differenzierung von den guten Menschen und schlechten Menschen wird ein unreflektiertes schwarz-weiß Denken legitimiert, das den „Guten“ Leben zuspricht, hingegen den „Schlechten“ abspricht. Dass es allerdings auch die „Schlechten“ sind, die sich kritisch mit einer gesellschaftlichen, sozialen und psychischen Perspektive bezüglich den Corona-Maßnahmen befassen, respektive erfasst sind, wird mit einer blinden Gehorsamkeit ausgeblendet und somit nicht weniger die Kollateralschäden vor allem für sozial schwache, weniger gut situierten, psychisch belastete, ältere, alleinlebige, alleinerziehende … Menschen. Allerdings sei zu betonen, dass in diesem Sinne ein kritischen Denken die Pandemie nicht verharmlost, sondern die gehorsame Unterordnung von manifest epidemologischen Maßnahmen eine zweiklassen Gesellschaft begünstigt.

Apell an die Ungehorsamkeit

wie ein schaf. michael heltau. 1976