Identität wie Waffen niederlegen
Double Elvis**. Elvis* Nr. 1-5
Images by Fotostudio West
Double Elvis*, 2024, Siebdruck auf Canvas, 180 x 120 cm
Elvis Nr.1-5, 2024, Print auf Baryt, 15 x 22cm
Und da geht es um Identität. Wer und was. Und da geht es um noch viel mehr als nur Mann und/oder Frau. Da geht es darüber hinaus um ein androgynes System, das systemisch zwischen den einen und den anderen unterscheidet.
In dem Wort „unterscheiden“ liegt das Wort scheiden und da denken wir an die Scheidung und an Krieg – wer was bekommt. Die Kinder, den Garten, die Himmelsschaukel …. Da werden ziemlich schnell die Waffen gezogen und Federn gelassen.
Da sind viele Scheidungskriege rundum. Da muss auch nicht vorher ein vielversprechendes Ei gewesen sein, aus dem vielleicht ein Kind, ein Garten … ein Himmel, in dem es ganz schön war zu schaukeln. Der Himmel in Österreich, … in Europa, und Putin spricht vom Westen als dem wahren Feind.
Im wilden Westen setzt Elvis Presley im Film „Flammender Stern“ die Waffe auf die Brust der Amerikanerinnen und Andy Warhol druckte das Filmwerbebild wiederholt auf Leinwand. Double Elvis[1] als Ausgangs- und Vorlage für die Installation Identität wie Waffen niederlegen. Das Idente niederlegen. Die immer wieder gleiche Geschichte. Wer Federn zu lassen hat. Das Ei des Kolumbus (der Amerika entdeckte) lässt sich nicht auf den Kopf stellen. Das liegt auf der Hand. Double Elvis. Wer immer Elvis* ist. Gewiss ist Elvis* nicht ident mit Elvis. Weil da wird es doppeldeutig: statt wer was zwischen den Beinen und wer was auf die Brust setzt.
Da geht es um das (Storchen-)Ei, aus dem wir alle schlüpfen. Da geht es mehr um die Federn, die wir alle lassen dürfen.
Vielleicht geht es auch einfach darum, uns die Hand entgegenzustrecken. Mit dem, was verletzlich auf der Hand liegt: WIE und nicht wer was zwischen den Beinen und wer was auf die Brust der anderen setzt.
Inzwischen sollten wir wissen: In der immer gleichen Geschichte geht der Schuss nach hinten los.
[1] https://www.moma.org/collection/works/82343